Ahornsirup – der Zucker aus den nordamerikanischen Bäumen

Im Osten Nordamerikas ist der Zuckerahorn beheimatet. Ende Februar, Anfang März, wenn die Nächte noch frostig kalt sind und die Sonnenstrahlen tagsüber schon die Erde erwärmen, beginnen die Ahornbäume ihren Saft aus den Wurzeln in die Knospen zu transportieren.

Jetzt beginnt die Ernte: In den Stamm eines Ahornbaumes, der mindestens 40 Jahre alt sein muss, wird ein kleines Loch gebohrt und ein Zapfhahn gesteckt. Von hier tropft der süße Saft des Ahornbaums in Eimer.

Der Saft wird zu einer cabane à sucre oder sugar shack gebracht, wo er stundenlang zu einem dickflüssigen Sirup eingekocht wird. Man braucht 40 – 50 l Ahornsaft für einen Liter Ahornsirup.

Cabane à sucre oder sugar shack werden die einfachen Holzhütten im Ahornwald genannt, in denen der Ahornsirup hergestellt wird. Am bekanntesten ist wohl die Sucrerie de la Montagne in Rigaud, Quebec.

Hier wird der Ahornsirup nach alter Tradition hergestellt. Man kann die  Sucrerie de la Montagne besichtigen und alles Wissenswerte über die Ahornsirup-Herstellung erfahren.

Es gibt ein Restaurant mit traditionellen Gerichten und Livemusik und einige Gästezimmer. In dem Shop kann man allerlei Ahornsirupprodukte kaufen.

Sucrerie de la Montagne
300, chemin Saint-Georges
Rigaud (Qc) CANADA J0P 1P0
Tél.: +1 450 451 0831

http://www.sucreriedelamontagne.com/

Eigentlich hat der Ahornsirup in der orientalischen Küche nichts zu suchen. Orientalisches Gebäck ist oft in Zuckersirup getränkt und für unseren europäischen Geschmack zu süß. Bei Walnussgebäck kann man den Zuckersirup ganz gut durch den gesünderen Ahornsirup ersetzen. Man ersetzt dabei 100 ml Zuckersirup durch 75 ml Ahornsirup.